Morticia Zschiesche studierte Publizistik und Theater-/Film-/ Fernsehwissenschaften (Magistra Artium) an der Freien Universität Berlin.
Im Rahmen ihrer Promotion zum Thema "Kulturorganisationen und Corporate Cultural Responsibility" an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Fachbereich Soziologie beschäftigte sie sich mit institutioneller CCR-Arbeit und Investitionen von Kulturakteuren, unternehmerischem Kulturengagement und innovativen Partnerschaftsmodellen zwischen Wirtschaft, Medien und Kultur (Note: magna cum laude).
Nach langjährigen Leitungspositionen im Bereich Sponsoring und Creative Partnerships u.a. im Nationaltheater Mannheim und Technoseum Mannheim berät Morticia Zschiesche seit 2013 als Expertin für bürgerschaftliches Engagement, Fördermodelle, Filmbildung und Kinokultur Ministerien, Kommunen sowie kulturelle und soziale Träger. Sie entwickelt und begleitet dabei vorrangig Prozesse zur Erprobung und Implementierung von „next practice“ und führt wissenschaftliche Evaluationen durch.
2019 bis 2020 erarbeitete sie mit dem Team des Filmreferats des Wissenschaftsministeriums in Stuttgart die Filmkonzeption des Landes Baden-Württemberg, stellte 2022 die erste Kinokonzeption für die Stadt Heidelberg und 2024 für die Stadt Mainz fertig. Für das Entwicklungswerk für soziale Bildung und Innovation in Stuttgart führt sie zudem seit 2020 regelmäßig Evaluationen für soziale Modellprojekte zu Qualifikationen im Pflege- und Engagementbereich sowie zu Migrant*innen durch. Sie kuratiert darüber hinaus historische und aktuelle Filmreihen und ist Autorin von zahlreichen Buch- und Fachzeitschriftenveröffentlichungen sowie Mitglied im Verband der deutschen Filmkritik / FIPRESCI International Federation of Film Critics.
2015 erschien ihre erste Monografie „Corporate Cultural Responsibility und Kulturorganisationen. Eine neoinstitutionalistische Analyse am Beispiel der Festivalregion Rhein-Neckar“ (Springer VS, Wiesbaden).
2020 Stipendium zur Förderung der künstlerischen Praxis des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
2021 ist ihr erster Roman "Die kleinen Leute gehen ins Kino" (Ventil Verlag Mainz) erschienen.
2022/2023 Jahresstipendium im Rahmen des Siegfried Kracauer-Preises der MFG Medien- und Filmförderung Baden-Württemberg, der Film- und Medienstiftung NRW, der Mitteldeutschen Medienförderung sowie des Verbands der deutschen Filmkritik.
2024 veröffentlichte sie ihren Essayband „Kino macht mobil“ zur Zukunft des Kinos (Schüren Verlag Marburg, gefördert von durch Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst) und war Co-Autorin der 1000-seitigen Publikation „Der deutsche Film“ der Deutschen Kinemathek (Hatje Cantz Verlag Berlin).
Seit Mai 2026 ist ihr Reader „TOOLBOX – Cinema Next Practice“ zu Förder- und Betriebsmodellen von Filmkunstkinos beim Herausgeber LKK – Landesverband Kommunale Kinos Baden-Württemberg / Bundesverband kommunale Filmarbeit kostenfrei für Kinos und Kommunen abrufbar.
Beruflicher Hintergrund:
2006 - 2013 leitete sie die Abteilung Sponsoring / Creative Partnership am Nationaltheater Mannheim.
2005-2008 war sie parallel als Projektmanagerin beim Modellprojekt des Landesministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg "Unternehmen bürgerschaftlich engagiert!" tätig, das mit der Kampagne "Aktie-e(ngagement)" Corporate Citizenship-Aktivitäten von Unternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar evaluiert und innovative Konzepte ausgezeichnet hat.
2005 bis 2006 war sie verantwortliche Mitarbeiterin im Marketing und Sponsoring im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim (Technoseum) für die großen Sonderausstellungen des Landes Baden-Württemberg "Einstein begreifen" und "Abenteuer Raumfahrt".
2001-2005 leitet sie die Kommunikation beim exklusiven Inneneinrichter Lakeside Interiors GmbH in Berlin.
Bereits während ihres Studiums war sie als studentische Mitarbeiterin in verschiedenen PR- und Medien-Bereichen wie dem Burda Verlag oder SAT.1 tätig und schloss 1998-2000 mit Assistenzen bei DaimlerChrysler Services (debis), SAT.1 ONLINE und der Agentur TBWA PR Querverbindungen an diese Erfahrungen an.
Foto: chilterngreen.de